Da meint mans einmal gut…

05.09.2010 – 20:34

Nicht froh bin ich über Methoden von Vereinen, die man als seriös, glaubwürdig und sozial einstufen könnte. Da will ich gar kein Blatt vor dem Mund nehmen und euch eine vergangene Geschichte vom netten älteren Herrn erzählen, der vor paar Monaten in voller Montur der Johanniter Unfallhilfe an meiner Haustür klingelte. Mit versiegeltem Spendeausweis und allen möglichen Utensilien ging es hier um 5 Euro, welche ich gerne spenden darf. Gutgläubig wie ich bin werde ich auch nicht stutzig, als es darum ging, dass diese 5 Euro per Bankeinzug eingezogen werden und gebe dem netten Herrn ohne nur eine Sekunde daran zu denken, dass man mich evt. aufs Glatteis führen will meine Kontodaten.

Es vergingen 2 Wochen als das Telefon klingelte und eine Frau sich nochmals für die Spende bedankte. Tja, ich dachte somit, ich habe hier wirklich ein wenig geholfen und war froh, dass es sich hier wirklich um diesen Verein gehandelt hat. Das jener Verein mir aber urplötzlich 1,5 Monate später 60 Euro vom Konto abbucht und eine Mitgliedskarte schickte zeigte mir, wir nötig die es anscheinend haben. Ich will hier keinem die Schuld zu weisen… vielleicht war das auch nur ein Fehler in deren Verwaltung aber mein Gefühl sagt mir, dass die Sache stinkt und zwar gewaltig. Ich habe NIE und NIMMER eine Mitgliedschaft beantragt oder irgendwas in dieser Form ausgefüllt. Selbstverständlich habe ich in Rücksprache mit deren Hotline vereinbart, dass ich das Geld zurück buche. Bei allem Respekt – wer sich hier als sozial ausgibt sollte bei so etwas gewissenhaft, ehrlich und vertrauenswürdig arbeiten. Ich war wirklich schwer enttäuscht wie auch solche Institutionen anscheinend skrupellos an Kohle kommen wollen. Tja und was haben sie damit erreicht?! Ich werde an der Haustür NIE WIEDER spenden und jene Person (egal von welchem Verein) vom Hof jagen.

Blink 182 Konzert in Hamburg

28.08.2010 – 21:33

Ja, dass war so eine Sache mit diesem Blink 182 Konzert. Ich fand deren Musik nie schlecht aber ein richtiger Fan der Band davon war ich im Gegensatz zu meinem Kollegen auch nich, dennoch sagte ich damals vor Monaten nicht nein, als es darum ging, ob ich die mal live sehen will. Es ging nach Hamburg, wobei ich Hamburg letztendlich nur von der A7 aus sah. Es wirkte alles sehr gigantisch….naja, bis unsere Abfahrt kam in irgendein Vorstadtgebiet in Hamburg-Altona. Schlechte Beschilderungen bezüglich Parkplätze der Trabrennbahn ließen mich dann doch stutzig werden in der Hoffnung, dass die Ausschilderung für Fußgänger später nicht genau so beschissen ist.

Vor dem komischen, provisorischen Eingangsbereich warteten bereits Mittags kleine Kinder mit Blink 182 Shirts auf den Einlass. Die waren alle höchstens 15!

Nach etlicher Warterei und einer Stunde Verspätung ließ man die Leute endlich rein und nach einer rettenden Cola aus einem Plastikbecher (3 Euro + 1 Euro Pfand) stellte man sich in den Menschenhaufen, der sich vor der Bühne gebildet hatte. Zwei mir nichts sagende Vorbands (Thrice & All Time Low) spielten vor dem Headliner. Erstere hatte einen dermaßen grottigen Sound, dass sich schon einige Leute die Ohren zu hielten. Letztere Band überzeugte vielleicht mit Musikalität aber langweilten die Leute zu tode und das über 50 Minuten hinweg! Da flog sogar ein Stein Richtung Bühne wo ich bei einem weiteren Kritikpunkt bin – Blink 182 zieht neben unendlich vielen halben Kindern dem Anschein nach auch sehr viele Vollidioten an. So viele untolerante Spackos auf einem Haufen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Unter den Fans herrschte für meinen Geschmack alles andere als ein “WIR” Gefühl. Schubsen, drängeln und sich beschweren wenn der Vordermann zu groß ist! Aber vielleicht lags auch einfach nur an Hamburg (die Stadt konnten wir vor Einlass aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr anschauen.)

Nach einer weiteren immens langen Umbaupause startete Blink 182 und der ganze Menschenhaufen… aber wirklich alle im vorderen Bereich vom Bühnenrand bis hin zur Mischerbühne “moshten” wie die Geisteskranken! Sehr zum Leitwesen kleinerer Leute oder Frauen. Ich meine mal gehört zu haben, da gibts Regeln (das man Frauen nicht so hart angeht und das man Leute die gestolpert sind wieder hoch hilft) – von wegen! Die spackten alle zu ersten Nummer ab als gäbs kein morgen mehr – ohne Rücksicht auf Verluste. Mir wurde das dann ohnehin zu bunt in diesem Menschenknäul und so brachte ich mich in Sicherheit. Ich will Musik hören und die “Stars” sehen und nicht die ganze Zeit drauf achten, welche Hackfresse mich als nächstes wegschubst.

Blink 182 waren weltklasse und gestalten ihre Show sehr unterhaltsam doch leider begann es nach einer zeit zu regnen. Und zwar starker Platzregen samt Sturm. Ich war innerhalb von Sekunden bis auf die Haut nass und da ich gesundheitlich eh schon angeschlagen war, vergings mir dann endgültig. Bei der Suche zum Unterstellen wurde ich immer von der Security weggeschickt… kein Wunder, bei den ganzen VIP Bereiche! Das der Klowagen kein VIP-Bereich zu sein schien, war noch alles.

Fazit: Naja. Ok. Sehr kommerzielle Punk-Band und komische Fans. Die Vorbands waren im Endeffekt beschissen und die Ansteh- und Wartezeiten echt ätzend. Blink selbst hatte einen ganz guten Sound, tolle Bühnenshow und unterhielten das Publikum auf ganzer Spur. Noch Mal würd ich sie mir aber nicht mehr anschauen. Und am Ende wurde aus meiner kleinen Erkältung die schon hatte der absolute Horror! Fieber, Schüttelfrost, Kreislaufprobleme… so schlimm, dass ich zum Doktor ging der in meinem Hals dann gleich mal “Apthen” diagnostizierte! Es ist die Folter. Und dann noch im Hals. Aaaaaaarrg!

Gamescom

22.08.2010 – 16:49

Die Gamescom – kommerzielle Computerspiel Messe für eingefleischte Nerds? Ich konnte mir vergangenen Mittwoch und Donnerstag selbst ein Bild davon machen (war da eher aus beruflichen Gründen). Am “Fachbesuchertag”  fragt man sich dann, wie viele Kiddies und Volltrottel an eine Akkreditierungen gekommen sind! 14-Jährige haben kein Gewerbe und die Hackfresse mit seinem Hip Hop Outfit ist alles andere als ein “Fachbesucher”. Aber was solls… da schlendert man durch gigantische Hallen der Messe Köln, sieht von großen TV-Teams bis hin zum kleinen Blogger mit der Fotocam so ziemlich jede Mediensparte (oder eben jene Leute die meinen, sie seien Teil der Mediensparte) und gelangt irgendwann mal fernab vom spießigen Business-Areal in eine der abgedunkelten Event-Hallen.

Große Kulissen, überlaute Beschallung und Lichterelemente – hier preisen Firmen sich und ihre Games an! Überhaupt ist es verwunderlich, wenn nicht sogar interessant zu sehen, in wie fern sich diese Brance trendy präsentiert! Da werden Spielfiguren aus Games zelebriert wie Pop-Stars und spätestens, wenn man diverse, knapp bekleidete Messebabes sieht, wird einem bewusst, wie die Firmen mit kommerzieller Reizüberflutung ihr Unternehmen repräsentieren. Wenn man schließlich mal nicht auf die laute Disco-Musik, die knapp bekleideten Mädels und Lichtershows schaut, fällt einem auf, was hier nicht ins Bild passt – die Zielgruppe!

Blas, fett, ungepflegt, unstylisch! Trendige Pop-Kultur trifft auf jene Menschen, die die meiste Zeit ihres Lebens im Keller vor der Spielekonsole / PC verbringen. Manche sahen so aus, als kommen sie nur wegen der Gamescom mal ans Tageslicht. Das passte halt irgendwie nicht zusammen… die bunte laute Welt und dann zwischendrin viele langhaarige, ungepflegte, dicke Brillenträger, die mehr auf einen Spieletrailer schauen wie auf ein halbnacktes Model, was Flyer verteilt. Aber schließlich lebt jene Branche genau von diesen Menschen… wobei diese Event-Hallen gerade an Besuchertagen eine Zumutung sind. Jeder Messestand scheint den anderen mit Musik und Soundeffekten übertrumpfen zu wollen und am Ende hat man nur noch eine gigantische, matschige, grummelnde Geräuschkulisse, dass man das Wort seines Gegenübers nicht mehr versteht. Abgesehen davon, dass dann strohdumme Animateure mit vulgärer Sprache ins völlig übersteuerte Mikrofon schreien und dabei Gratis-Werbeshirts in die Menge werfen (welche diesen Dingern hinterher hechtet, als seien sie eine 1 Millionen Euro wert) beobachtet man unendlich lange Warteschlangen mit 3-4 Stunden Wartezeit! Hier stehen jene Menschen an, welche ein neues Top-Game 5-10 Minuten anspielen möchten!!!

Ja – die Gamescom ist nur was für absolute Harcore-Fans dieser Branche! Gelegenheitszocker so wie ich werden diesen Hype um diese Messe wohl nicht so richtig verstehen können. Es war auf jeden Fall interessant aber nächstes Jahr werde ich da auch nur wieder beruflich bzw. als redaktionelle Hilfe hingehen (weniger aus Spaß an der Freude)!

Aber immerhin konnte ich jetzt endlich auch mal einen kurzen Eindruck von Köln bekommen. Bisher kannte ich nur den Bahnhof! :) Und ich muss sagen – Köln ist riesengroß! Riesengroß ist auch der Dom! Der sieht im TV immer so überschaubar aus aber in Wirklichkeit ist das Ding einfach nur ein gigantisches Bauwerk. Also ich muss fast sagen, dass ich bis jetzt noch nie was annähernd ähnlich großes in dieser Bauform gesehen habe! Tja ansonsten – Großstadt halt und evt. eine der wenigen deutschen Großstädte, wo man ziemlich oft den lokalen Dialekt (Kölsch) in seiner breitesten Form zu hören bekommt.

Datenschutz

15.08.2010 – 16:49

In Zeiten wo Google mit einem Auto durch ein paar Städte fahren will und Straßen abfotografiert, ist mal wieder die Rede von der Privatsphäre im Internet. Und mal ehrlich, es gibt schlimmere Details wie Bilder einer Straße und eines Hauses. Ich rede hier von Twitter, Facebook, studiVZ und Konsorten. Auch wenn ich diese Dienste zum Teil nutze achte ich genau drauf, was wann und wo veröffentlich wird und für diese Inhalte sichtbar sind. Das war nicht immer so. So ballerte ich unnötige Details meines tristen Daseins auf atomicbase.de ohne Sinn raus und jeder Mensch auf dieser Welt mit Internet konnte sich daran ergötzen. Bilder wo ich ein Hosenscheisser war, detaillierte Berichte über meinen damaligen Wohnort und Tätigkeit – ja, dass war dumm.

In der Gegenwart erwähne ich hier nicht mal den Namen meines Wohnortes. Und auch auf Facebook muss ich strenger drauf achten, wer was sich anglotzen darf und wer nicht! Früher hätte ich z.B. das Video, welches ich letztes Wochenende gemacht habe wahrscheinlich noch ohne drüber nach zu denken hier präsentiert. Jetzt ist es auf Facebook und selbst da mischen sich noch Leute ein, die nichts mit dem Video zu tun haben und wollen mir was über Urheberrechte und Eigentümer erzählen – bei einem unöffentlichen PRIVATEN Video auf Facebook! -.-

Naja, der sinnloseste Dienst bleibt aber Twitter! Man kann da jeden Schwachsinn rein schreiben – wen zur Hölle soll das interessieren?! “Ich geh jetzt aufs Klo” oder “Es regnet” sind da noch harmlosere Beispiele so manchen Anwenders! Dieses Video triffts auf den Punkt.

Zukünftige Arbeitgeber spionieren übrigens sehr gerne in diesen Netzwerken rum. Die Profile von Bewerbern werden analysiert und beim Vorstellungsgespräche wissen die meisten mehr über einen wie man selbst. Drum muss man am Ende sagen, dass ich wirklich jedem raten kann seine Freundesliste in solchen Diensten peinlich genau zu überprüfen und das Profil nicht öffentlich für alle sichtbar machen. Außerdem – jemand der 300 Freunde auf Facebook hat (welchen davon kennt er wohl persönlich -.- )und dennoch über seinen Dünnpfiff schreibt wirds wahrscheinlich nie begreifen!

Wie war es nun… das Stadtfest

12.08.2010 – 19:48

Es war nicht schlecht wobei man teilweise keine Erwartungen haben durfte. Bierstände, Discozelt und Blasmusik – innovativ ist die Geschichte seid Längerem schon nicht mehr. Aber man darf nicht vergessen das Stadtfeste im Hochschwarzwald alleine schon aus logistischen Gründen nicht an irgendwelche großen Volksfeste heran kommen. Und doch haben sie einen gewissen Charme im Gegensatz zu Discos oder Szene-Bars, wo man das bescheuerte Gesülze irgendwelche altklugen Studenten ertragen muss. Die Leute machen viel Blödsinn mit und niemand denkt an die Sorgen des gewöhnlichen, persönlichen Alltags … ja man denkt nicht mal an die Zeit. Mit dem Glas Bacardi in der Hand ist man von den Leuten umgeben, mit denen man jahrelang tausende Stunden in der Schule gesessen ist und plötzlich kommt einem die triste Einfachheit und heile Welt dieses etwas größeren Dorffestes so besonders vor, dass vergangene Erlebnisse mit größerem Ausmaß warum auch immer in den Schatten gestellt werden.

Und irgendwann nach den Festtagen landet man wieder auf den Boden des Alltags. Innerhalb von Tagen sind alle Hütten und Zelte weg. Das Städtchen sieht wieder aus so wie immer. Einzelne Bierdeckel sind die letzten Zeitzeugen des Festes – ein Hauch von Langweile liegt in der Luft doch andererseits weiß man, dass 3 Festtage dieses kleineren Festes ausreichend sind. Ich könnte mir zum Beispiel nie vorstellen, dass so ein Fest 7 Tage geht. Dafür müsste es doppelt so groß sein… aber warum sollte man weit weg von Ballungsgebieten und Autobahnen ein ein-wöchiges Fest veranstalten. Wir Einheimischen sind nach 3 Tagen so am Ende, dass wir uns erst mal wieder eine Woche lang erholen müssten. :)

Mich persönlich verschlägt es Freitag schließlich wieder in mein 2tes Leben im Norden… Messetermine stehen bevor (von nichts kommt nichts) und nach dem mein Auto wieder hergerichtet wurde (Keilriemen lässt grüßen), kann ich ohne ein leicht unsichereres Gefühl durch Deutschland brausen.

Ich möchte an dieser Stelle jedoch noch schnell Werbung für Facebook machen – wo es zum Beispiel ein exklusives Video mit lustigen Impressionen des erwähnten Stadtfestes gibt (deswegen gibts kaum Fotots). Lange habe ich Dienste dieser Art boykottiert doch wenn man sich mal damit angefreundet hat, entdeckt man auch so manchen Vorteile an dieser Sache. Des Weiteren kann man in der dortigen Privateinstellungen genau entscheiden, wer was und wann von euch sehen darf. Also, vielleicht bis bald auf Facebook! ;)